Mit gemischten Gefühlen sieht der Kinder- und Jugendring Bonn e.V. (KJRB) die am Mittwoch getroffene Entscheidung des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie. In ihrer Sitzung beschlossen die Mitglieder des Ausschusses nach langer Debatte, die Arbeit des Dachverbands der Jugendverbände und anderen freien Trägern der Jugendhilfe in Bonn im Jahr 2012 zunächst mit einem Sockelbetrag von 11.000 Euro zu fördern. Weitere 9.000 Euro sind bereitgestellt, sollen aber erst ausgezahlt werden, wenn der KJRB abgemachte Ziele erreicht hat. Diese Ziele sollen in den kommenden Wochen mit dem Jugendamt vereinbart werden. Der Entscheidung vorausgegangen war ein Vorschlag des Jugendamtes, die Förderung von jährlich 32.600 Euro auf einen Mietkostenzuschuss von 4.500 Euro zu streichen.

 

„Wir sind froh, weiterarbeiten zu können, allerdings sind für uns noch viele Fragen offen. Wir hoffen, diese in den Gespräche mit der Stadt über unsere Arbeit klären zu können“, sagte die KJRB-Vorsitzende Doro Fendel. „Nach Karneval werden wir uns mit der Verwaltung in Verbindung setzen und über die Eckpunkte sprechen, die wir in diesem Jahr erreichen wollen.“

Trotz alledem bleibt die Lage für den Kinder- und Jugendring Bonn weiterhin schwierig. Bereits im vergangenen halben Jahr haben Gespräche mit dem Jugendamt stattgefunden, allerdings habe man nie mit einem Verantwortlichen in Kontakt treten können. „Wir haben, wie gefordert, ein überarbeitetes Konzept unserer Arbeit vorgelegt und begonnen, es umzusetzen, darauf vonseiten der Stadt jedoch keine Rückmeldung eines Entscheidungsträgers erhalten.“ Aus diesem Grund sei man von der Idee, die Förderung einzustellen, unangenehm überrascht worden, so Fendel weiter: „Wir hätten uns mehr Transparenz gewünscht, freuen uns aber jetzt über den gemeinsamen Neustart.“

 

Mit großer Bestürzung reagiert der Kinder- und Jugendring Bonn (KJRB) auf die plötzlichen Pläne der Stadtverwaltung, die Förderung des KJRB zum 31.03.2012 um mehr als 85 Prozent zu kürzen. „Sollte der Jugendhilfeausschuss dem Vorschlag der Verwaltung nachkommen, werden wir unsere Arbeit für die Kinder und Jugendlichen in Bonn wohl nicht fortsetzen können“, sagt die KJRB-Vorsitzende Dorothea Fendel. Besonders enttäuscht zeigt man sich beim Jugendring darüber, dass Gespräche mit den Verantwortlichen der Stadtverwaltung nicht zustande kamen. „Wir hatten mehrfach darum gebeten.“ so Fendel.

Aus Sicht des Jugendrings sind die Gründe für diese massive Kürzung nicht nachvollziehbar. Den Vorwurf, man könne nicht erkennen, wie der KJRB seine Aufgabe als „Lobbyist für die verbandliche Kinder- und Jugendarbeit in der Stadt“ ausgestaltet, wie es in der Vorlage wörtlich heißt, weist Fendel entschieden zurück. In den vergangenen Monaten habe man zu unterschiedlichen Jugendpolitischen Themen gearbeitet, so Fendel weiter.

Unter anderem hat sich der KJRB, nach den erschütternden Vorfällen im letzten Jahr, intensiv mit der Frage des Kinderschutzes in seinen Mitgliedsorganisationen befasst. Auch habe man ein erstes Konzept entwickelt, wie zukünftig die Fördermittel der Stadt für Jugendverbände besser aber auch mit weniger Verwaltungsaufwand eingesetzt werden können. Mit den Jugendpolitischen Gesprächen habe man schließlich eine Veranstaltungsreihe auf dem Weg gebracht, bei der Jugendliche und junge Erwachsene mit Politikern zusammen kommen können, um sich über ihre Themen auszutauschen.

„Dies alles hat der KJRB getan, obwohl er bereits seit 2011 nur noch knapp zwei Drittel seiner ursprünglichen Förderung erhält.“ so Fendel. Bis Ende 2010 waren es noch rund 32.000 Euro im Jahr. Geht es nach der Verwaltung, soll es ab März nur noch einen Mietkostenzuschuss von jährlich 4.500 Euro geben.

Schon am 15.02.12 steht der städtische Vorschlag auf der Tagesordnung des Jugendhilfeausschusses. Deshalb lädt der Kinder- und Jugendring sowohl die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses als auch alle weiteren Interessierten ein, sich über die Arbeit des KJRB vor Ort in seiner Geschäftsstelle (Adolphstr. 77) oder im Internet unter (www.jugendring-bonn.de) zu informieren.

 

„Mitbestimmung! Aber wie?“ lautete das Motto des ersten jugendpolitischen Gespräche, die der Kinder- und Jugendring Bonn (KJRB) am Montag, 28. November, ausrichtete. Vertreter verschiedener Jugendverbände und Jugendgruppen informierten sich im Campanile, dem Jugendzentrum der katholischen Kirche in Bonn, über verschiedene Möglichkeiten zur Beteiligung von Jugendlichen an Entscheidungen, die in ihrer Stadt getroffen werden.

Andrea Koors, die Kinder- und Jugendbeauftragte der Stadt Bonn, berichtete über das Bonner Modell. Dieses möchte auf vielfältige Weise Kinder und Jugendliche animieren, ihre Ideen für die Gestaltung der Kommune einzubringen. Marcel Bengs stellte das Konzept des Jugendparlaments vor, Martin Pfafferott von der Friedrich-Ebert-Stiftung erläuterte, was hinter einer Jugendplanungszelle steckt. Schließlich stellte Clemens Putschli als Vertreter des KJRB die Planungen für einen interaktiven Jugendstadtplan des KJRB vor, der Angebote für Kinder und Jugendliche ansprechend präsentieren soll und einen Weg zur Beteiligung über das Internet ermöglichen soll. Anschließend diskutierten die Teilnehmer die verschiedenen Möglichkeiten.

„Wenn von Seiten der Kommune die Beteiligung von Jugendlichen gewünscht ist, müssen dafür auch Gelder bereitgestellt werden – ganz gleich, wie die Beteiligung letztlich aussieht“, sagte KJRB-Geschäftsführer Gabriel Kunze.

Die jugendpolitischen Gespräche sollen als regelmäßige Veranstaltung etabliert werden, sagte die KJRB-Vorsitzende Dorothea Fendel. „Es geht uns darum, Politik, Verwaltung und Verbände zusammenzubringen“, fügte sie hinzu. „Schließlich reden wir alle über das gleiche Thema. Da wäre es schade, wir würden aneinander vorbeireden.“

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Endlich ist es soweit: Die Geschäftstelle des KJRB hat ihre neuen Räume bezogen.
Ab sofort findet ihr uns unter folgender Adresse:

Kinder- und Jugendring Bonn e.V.
Adolfstraße 77
53111 Bonn

Ab dem 1.11. werden wir auch wieder regelmäßige Öffnungzeiten für Euch anbieten.
Bis dahin sind wir am besten über ed.nn1329961931ob-gn1329961931irdne1329961931guj@o1329961931fni1329961931 zu erreichen.

 

 

Willkommen auf unserer neuen Homepage. Zur Zeit geht es an manchen stellen noch etwas holperig zu, aber das wird sich bald ändern.