Aktuelles

Seit 1.1.2018 gilt die neue Förderrichtlinie!

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Quelle: pixabay.com

Am 1.1.2018 trat die neue Richtlinie zur Förderung der Jugendarbeit in Bonn in Kraft. Für alle Freizeiten, Schulungen, Anschaffungen usw. gelten jetzt neue Regelungen. Die Richtlinie findet ihr hier.

Auf unserer Website werden wir euch im Laufe der nächsten Wochen mit Tipps und Tricks zur neuen Richtlinie versorgen, so dass die Umstellung für euch einfacher wird.

Der Jugendhilfeausschuss hat übrigens beschlossen (Drs.1712592EB8), dass die neue Richtlinie schon innerhalb des Jahres 2018 evaluiert wird. Dabei wird überprüft, ob die neuen Regelungen tatsächlich in der Praxis anwendbar sind und der bürokratische Aufwand sich reduziert hat.

Hierunter fällt auch die Frage, ob die immer noch geltende komplizierte Fehlbedarfsfinanzierung durch die einfachere Festbetragsfinanzierung ersetzt werden kann. Die Festbetragsfinanzierung wird in vielen anderen Kommunen zur Förderung der Jugendarbeit eingesetzt. Jugendring und freie Träger konnten sich aber auf Grund rechtlicher Bedenken des Rechnungsprüfungsamtes mit ihrer Forderung, sie nun auch in Bonn einzuführen, nicht durchsetzen. Der Jugendhilfeausschuss beschloss aber, ein unabhängiges Rechtsgutachten in Auftrag zu gegeben, um die Bedenken der Verwaltung zu überprüfen. Das Gutachten soll in der zweiten Jahreshälfte 2018 vorliegen.

 

Mehr Geld für die Jugenverbände in Bonn: Kinder- und Jugendring Bonn fordert Vergrößerung des Fördertopfes

Der Kinder- und Jugendring Bonn e.V. hat sein Etappenziel erreicht: Alle Bonner Jugendverbände erhalten ab 2018 eine pauschale Grundförderung. Einziges Problem: Es ist zu wenig Geld im Fördertopf. Der Jugendring fordert daher mehr Geld in den Topf zu geben, damit Jugendverbände und ihre Arbeit angemessen gefördert werden können.

Am Mittwoch entscheidet der Jugendhilfeausschuss über die Neuordnung der Förderung der Jugendverbände in Bonn. Der bisherige Verwaltungskostenzuschuss, der schon seit mehreren Jahren von fast allen Verbänden nicht mehr abgerufen wurde und auch nicht mehr der aktuellen Rechtslage entsprach, wird durch eine Grundförderung für Jugendverbände ersetzt. Diese neue Grundförderung erhalten alle Ortsgruppen der Jugendverbände als fachbezogene Pauschale entsprechend ihrer Größe und Aktivitäten im Vorjahr.

„Nach langen und schwierigen Verhandlungen haben wir gemeinsam mit der Verwaltung eine gute Grundförderrichtlinie entworfen. Einziger Schönheitsfehler: Der Fördertopf ist zu klein!“ so Clemens Putschli, Vorsitzender des Kinder- und Jugendrings Bonn e.V.

Für die Förderung der Jugendverbandsarbeit in Bonn will die Stadt 2018 lediglich 51.592 Euro ausgeben. Diese Summe sollen sich Jugendring, vier Zusammenschlüsse und die Jugendverbände mit rund 70 Ortsgruppen teilen. Damit bleiben nach Abzug der Förderung des Jugendrings (22.000 Euro) und der Zusammenschlüsse (4.800 Euro) zur Verteilung an die Ortsgruppen nur 24.792 Euro übrig. Im Durchschnitt erhält dann jede Gruppe nur 354,17 Euro.

Die Stadt Köln stellt für die Förderung der Jugendverbände im Jahr rund 1 Mio. Euro zur Verfügung, d.h. ca. 1 Euro pro Einwohner. Im Vergleich müsste die Stadt Bonn eigentlich 300.000 Euro zur Verfügung stellen.

„Wir schlagen daher vor, dass der Topf für die Jugendverbände langsam erhöht wird. Wenn im nächsten Haushalt 2019 z.B. 100.000 € hinzugefügt werden, könnte jede Ortsgruppe im Durchschnitt 1.780 € pro Jahr erhalten. Dieser Betrag wäre eine echte Hilfe und Unterstützung für die sehr gute Jugendarbeit, die in den Ortsgruppen ehrenamtlich geleistet wird. Es würde auch ein Stück Wertschätzung für ihre Arbeit zeigen. Die Stadt Bonn bliebe damit immer noch weit hinter anderen Großstädten zurück, aber ein Anfang wäre gemacht.“, fordert Putschli

Für 2018 fordert der Jugendring, dass zumindest die im Jahr 2017 nicht verbrauchten Fördermittel für Jugendverbände ins nächste Jahr übertragen werden und an die Jugendverbände über die neue Grundförderung ausgezahlt werden. Dabei handelt es sich um Fördergelder, die für den alten Verwaltungskostenzuschuss vorgesehen waren, aber auf Grund der veralteten Rechtslage nicht mehr ausgezahlt werden konnten. „Das müssten nach unserer Schätzung rund 20.000 Euro sein. Damit könnte der Topf schon jetzt ein bisschen aufgestockt werden, vor allem mit Geld, das sowieso zur Förderung der Jugendverbände vorgesehen war.“ so Putschli abschließend. (ls)

Kurzbericht 2017

Das Jahr neigt sich dem Ende und daher fasse wir hier mal kurz zusammen, was wir so im letzten Jahr alles gemacht haben.

Das wichtigste erstmal vorweg: Wir haben es geschafft, dass zum 1.1.2018 endlich neue Förderrichtlinien in Kraft treten.

Seit mehreren Jahren diskutieren wir mit der Stadtverwaltung über neue Förderrichtlinien zur Maßnahmenförderung. Im November haben wir endlich einen Durchbruch erreicht und konnten fast alle unsere Forderungen dabei umsetzen. Nur bei der Festbetragsförderung hat sich die Stadtverwaltung vehement gewehrt. Jetzt wird aber ein unabhängiges Rechtsgutachten erstellt, so dass die Festbetragsförderung hoffentlich auch bald eingeführt werden kann.

Gleichzeitig konnten wir die Gespräche zur Grundförderung abschließen. Im neuen Jahr sollen alle rund 70 Bonner Ortsgruppen der Jugendverbände in Form einer fachbezogenen Pauschale eine zusätzliche Förderung erhalten. Der neuen Grundförderrichtlinie muss der Jugendhilfeausschuss aber noch zustimmen, was am 13.12. passieren soll.

Im Bereich  Jugenddemokratiebildung haben wir in diesem Jahr zwei sehr große Veranstaltungen zu den anstehenden Wahlen durchgeführt. Die Landtagswahlaktion unter dem Motto „die NRWahl Show“ und die Bundestagswahlaktion „Schlag den Kandidat“ fanden beide auf den Friedensplatz statt und waren ein voller Erfolg. Parallel dazu haben wir jeweils noch eine U18-Wahl durchgeführt. Bei dieser bundesweiten bzw landesweiten Wahl bekommen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren auch eine Stimme.

Daneben haben wir eine Kampagne zur JuLeiCa-Stärkung gestartet. Der Flyer ist jetzt im Druck und das erste Virale-Video soll auch bald dazu gemacht werden. Wir versuchen dieses erste Video natürlich mit unserem ersten Bürger der Stadt, dem Oberbürgermeister, zu drehen.

Wir haben in diesem Jahr an allen Sitzungen des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie und den Vorbereitungstreffen der SPD-Fraktion teilgenommen. Stimmberechtigtes Mitglied ist Stefan Niewöhner und  stellvertretendes Mitglied ist Gabriel Kunze. Im Ausschuss haben wir uns beispielsweise mit dem neuen Jugendpflegekonzept oder der großen Anfrage zu Verwendung von Fördermitteln beschäftigt. Die meisten Jugendhilfeausschussitzungen haben wir mit einem kleinen Bericht für unsere Mitglieder begleitet.

In der Frühjahrsstadtversammlung haben wir ein Forderungspapier zur Jugendhilfeplanung verabschiedet. Die geforderte Erstellung eines Jugendhilfeplans wird dadurch jetzt auch in der Stadtverwaltung vorangetrieben.

Der Kinder-und Jugendring sitzt auch am Runden Tisch gegen Kinder- und Familienarmut (RTKA). Zusammen mit dem RTKA haben wir das Forderungspapier gegen Kinderarmut in Bonn erstellt. Damit wurden dann passend zur Landtagswahl und zur Bundestagswahl Gespräche mit Jugendpolitiker*innen aller Parteien geführt. Ein großer Erfolg war es dann im November, dass das Forderungspapier Grundlage einer großen Anfrage aller Ratsfraktionen an die Stadtverwaltung zum Thema Kinderarmut in Bonn gewesen ist.

Schlag den Kandidat *bundesedition*– Die Gameshow zur Bundestagswahl

Es ist Bundestagswahl und viele junge Menschen sind dazu aufgerufen, das erste Mal ihr Kreuzchen zu machen. Wir möchten möglichst viele Erstwähler*innen motivieren, zur Wahl zu gehen und ihnen helfen an der Wahlurne eine reflektierte Entscheidung zu treffen.

Deshalb hat der Kinder und Jugendring Bonn e.V. am Freitag, den 15. September um 17:00 Uhr auf dem Bonner Friedensplatz die Aktion „Schlag den Kandidat *bundesedition*– Die Gameshow zur Bundestagswahl“ ausgerichtet.

Die Wahlkreiskandidaten Ulrich Kelber (SPD), Claudia Lücking-Michel (CDU), Jürgen Repschläger (Linke) und Alexander Graf Lambsdorff (FDP) sowie, stellvertretend für Katja Dörner (Grüne), die Sprecherin der Grünen Jugend Julia Möller traten dabei in unserer politischen Gameshow gegeneinander an. So konnten sich alle ein Bild davon machen, wer zur Wahl steht, welche Stärken und Schwächen die Kandidaten und ihre Parteien mitbringen und welche Antworten sie auf die Fragen gerade junger Menschen haben.

Vor, während und nach der Gameshow hatte unser U18-Wahllokal auf dem Friedensplatz von 16.00 Uhr bis 19.00 Uhr geöffnet. Bei dieser bundesweiten simulierten Bundestags-Jugendwahl dürfen alle Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren ihre Stimme abgeben.

Save the Date: der KJRB-Sommer-Workshop

Vor sechs Jahren, im Jahr 2011, wurde das Grundsatzpapier des Kinder- und Jugendrings zuletzt überarbeitet und auf den aktuellen Stand gebracht. Seitdem ist viel passiert und wir haben uns weiterentwickelt und auch die Verbände haben sich seit 2011 verändert. Kurz gesagt: es wird langsam Zeit für ein neues Grundsatzpapier, welches den heutigen Meinungen und Problemen in der Jugendverbandsarbeit begegnet und eine Antwort kennt. Bei der Neuentwicklung seid Ihr gefragt: wir wollen nicht als Vorstand alleine im stillen Kämmerlein ein neues Papier schreiben, welches Ihr nur auf der nächsten Vollversammlung durchwinken sollt. Nein, wir wollen wissen, was Euch interessiert, welche Themen in Euren Verbänden aktuell sind und was Eurer Meinung nach die brennendsten Probleme sind.

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Daher laden wir Euch, liebe Mitglieder des Jugendrings und Interessierte, sehr herzlich zum Sommer-Workshop des KJRB am Donnerstag den 29. Juni 2017 um 19:00 Uhr ins CVJM-Haus (Schieffelingsweg 27, 53123 Bonn) ein. Wir würden uns freuen, wenn Ihr zahlreich kommt und wir gemeinsam dem Jugendring ein Update geben können! (ls)

NRWahl-Show am 5. Mai 2017

Der Bonner Kinder- und Jugendring veranstaltet wie schon vor der Bürgermeister- und Kommunalwahl eine offene Aktion zur Landtagswahl in der Bonner Innenstadt.

Wir laden daher herzlich ein zur NRWahl-Show am 5. Mai 2017 ab 17:00 Uhr auf dem Bonner Friedensplatz!
Umrahmt wird die „NRWahl-Show“ von 16:00 bis 19:00 Uhr mit einer U18-Wahl, bei der alle Menschen unter 18 Jahren abstimmen dürfen, Info-Ständen der Jugendorganisationen der Parteien, Musik, Diskussionen und vielem mehr.

Die Bonner Landtagskandidatinnen und -kandidaten verschiedener Parteien treten dabei gegeneinander an und stellen sich, ihre Parteien und ihre Lösungsansätze zu verschiedenen jugendpolitischen Themen vor – das Ganze in einem spielerischen, lockeren und manchmal auch witzigen Rahmen. Im Anschluss an die Gameshow können die Jugendlichen sich zudem persönlich mit den Kandidaten austauschen. Außerdem gibt es Waffeln.

Die Veranstaltung auf Facebook: https://www.facebook.com/events/355244778206567/

Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie – Sitzung vom 05.04.2017

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Am Mittwoch, den 05. April 2017, hat der Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Bonn im Ratssaal des Stadthauses getagt. Stefan Niewöhner und Gabriel Kunze waren für den Kinder- und Jugendring Bonn e.V. (KJRB) als stimmberechtigte Vertreter der Jugendverbände mit dabei.

Wie gewohnt möchten wir Euch über das dortige politische Geschehen informieren. Deshalb haben wir die aus unserer Sicht relevanten Themen der Tagesordnung aufgegriffen und für Euch noch einmal kompakt aufbereitet.

Profil der Jugendpflege (Drucksache 1710141)

In einer Mitteilungsvorlage präsentierte die Verwaltung dem Ausschuss das im Rahmen eines Beschlusses aus dem vergangenen Jahr (DS 1611221) entwickelte „Profil der Jugendpflege“. Das dreiseitige Konzeptpapier skizziert Auftrag, Zielgruppe und Wirkungsziele der Jugendpflege in Bonn.

Die Hauptaufgabe der Jugendpflege besteht demnach in der Erarbeitung zukunftsfähiger Konzepte und Methoden der Jugendarbeit. Ein weiterer Schwerpunkt findet sich in der Sicherung und Förderung gesellschaftlicher und politischer Teilhabe von Kindern und Jugendlichen. Zudem soll die Öffentlichkeit fortwährend über die Arbeit der Jugendpflege informiert werden, etwa in Form von regelmäßigen Mitteilungsvorlagen im Jugendhilfeausschuss.

Nach Angaben der zuständigen Fachberaterin des Landesjugendamtes, die maßgeblich an der Entwicklung des Konzepts mitgewirkt hat, richtet sich die Arbeit der Jugendpflege in erster Linie an die pädagogischen Fachkräfte in der Stadt. Das Konzept diene zudem als „Handreiche für die freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe“, die auf dieser Grundlage Unterstützung der Jugendpflege anfordern können und sollen.

Der Jugendring und weitere im Ausschuss anwesende Vertreter der Jugendarbeit begrüßen grundsätzlich eine Stärkung der Jugendpflege in Bonn. Indes bestehen Zweifel, inwieweit die pädagogischen Fachkräfte der Jugendpflege der Aufgabe als Interessenvertretung von Jugendlichen gerecht werden sollen. Denn laut dem vorgelegten Konzeptpapier soll die kommunale Jugendpflege ebenso „nach innen und außen loyal die Interessen der Bundesstadt Bonn“ vertreten. Wir sehen darin einen Widerspruch und stellen die Frage, ob die politische Interessens-vertretung nicht Aufgabe der Kinder- und Jugendbeauftragten ist.

Ebenso kritisierte der Jugendring, dass die ehrenamtliche Arbeit im Konzept nicht ausreichend berücksichtigt werde. Gerade im jugendverbandlichen Bereich sind fast ausschließlich ehrenamtliche Kräfte tätig. Wir sind jedenfalls gespannt, welche Auswirkungen das neue Konzept haben wird.

Abschluss von Förderverträgen für die Offene Jugendarbeit in Bonn
(Drucksache 1710809)

Der Jugendhilfeausschuss ermächtigte die Verwaltung, für das laufende Jahr Förderverträge mit den freien Trägern der offenen Jugendarbeit abzuschließen. Die hierfür erforderlichen Finanzmittel in Höhe von  2,9 Mio. € sind im Entwurf des Doppelhaushalts 2017/2018 enthalten.

Da dieses Thema sich unmittelbar auf die Arbeit der Offenen Jugendarbeit in Bonn auswirkt, an dieser Stelle noch einmal die wesentlichen Punkte des von der Verwaltung vorgelegten Entwurfs:

  • Die Stadt fördert die freien Träger durch einen Zuschuss in Höhe von 85% der jährlichen Gesamtbetriebskosten. Die verbleibenden 15% müssen die Träger in Eigenleistung aufbringen.
  • Der Höhe der anerkennungsfähigen Kosten richtet sich nach dem für jede Offene Tür (OT) im Freizeitstättenbedarfsplan vorgesehenen Personalschlüssel.
  • Welche konkreten Angebote und Maßnahmen in einer OT ablaufen, richtet sich nach dem neuen Rahmenkonzept für die Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Bonn.

Im Ausschuss vertretene Mitglieder der freien Kinder- und Jugendarbeit haben die Verwaltung darauf hingewiesen, dass der erforderliche Eigenanteil von 15% der jährlichen Gesamtbetriebskosten für viele freie Träger eine erhebliche Hürde darstellt.

Leider sind auch die Vertragslaufzeiten mit nur einem Jahr sehr kurz. Hintergrund sind Pläne der Verwaltung, 2018 eine neue Förderrichlinie zur Finanzierung der Offenen Türen vorzulegen – das wäre dann die dritte Richtlinie in einem Jahr.

Mitgliedschaft der Stadt im Verein „Bundesarbeitsgemeinschaft für kommunale Kinderinteressenvertretung“ (Drucksache 1710930)

Ebenfalls einstimmig beschlossen hat der Jugendhilfeausschuss die Mitgliedschaft der Stadt Bonn im Verein „Bundesarbeitsgemeinschaft für kommunale Kinderinteressenvertretung – Verein zur Umsetzung der Rechte des Kindes auf kommunaler Ebene“. Hinter diesem sperrigen Namen verbirgt sich die Fortführung eines zweijährigen Modellprojekts zur Stärkung und Umsetzung der Rechte von Kindern in Städten und Gemeinden.

Mit Ende der projektbezogenen finanziellen Unterstützung durch die Robert-Bosch-Stiftung wird die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) für kommunale Kinderinteressenvertretung nun in einen Verein überführt. Die erklärten Ziele des Vereins sind die aktive Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an deren Angelegenheiten und die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland auf kommunaler Ebene. Zur Verwirklichung dieser Ziele setzt die BAG kommunale Kinderinteressenvertretung auf Lobbyarbeit, öffentlichkeitswirksame Konferenzen und Tagungen sowie die Entwicklung von verbindlichen Qualitätsstandards.

Auf Mitgliedsversammlungen vertreten wird die Stadt durch die Kinder- und Jugendbeauftragte, die  das ursprüngliche Projekt in den vergangenen zwei Jahren gemeinsam mit sieben weiteren Kommunen intensiv begleitet hat

Weitere Meldungen

  • Beim Lesen des im Vorfeld der Sitzung von der Verwaltung veröffentlichten 4. Nachhaltigkeitsberichts (DS 0512439NV23) sind wir auf eine interessante Zahl gestoßen: 160,1 €. Mit diesem Betrag förderte die Stadt 2015 die Jugendarbeit pro Kind im Alter zwischen 6 und 21 Jahren – umgerechnet knapp 44 Cent pro Tag. Zum Vergleich: Einen Besuch der Bonner Oper subventioniert die Stadt konventionellen Schätzungen nach mit 150-180€ pro Platz pro Vorstellung.
  • Der Jugenring wartet noch immer auf die von der Verwaltung ursprünglich für diese Sitzung angekündigten neuen Förderrichtlinien zur Förderung der Maßnahmen der Jugendarbeit in Bonn. Laut Verwaltung seien aber noch interne Absprachen nötig.

Die nächste öffentliche Sitzung des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie findet statt am Donnerstag, den 22.06.2017 um 18:00 Uhr im Ratssaal des Stadthauses. Bis dahin halten wir Euch über entsprechende Entwicklungen auf dem Laufenden.