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Bonn – In den letzten Tagen war es groß in den Medien: Die Stadt Bonn hat in 2018 ein finanzielles Plus von rund 10 Mio. Euro verzeichnet. Eigentlich eine gute Entwicklung, gäbe es da nicht einen faden Beigeschmack: Rund 8,2 Mio, Euro davon sind Mittel aus dem Jugendhilfe-Etat, die zwar eingeplant waren, aber dann doch nicht ausgegeben wurden. „Besonders ärgerlich ist das im Bereich der Jugendförderung.“,sagt Anne Segbers, Vorsitzende des Bonner Jugendrings. „Etwa 260.000 Euro, also etwas mehr als ein Drittel der gesamten Fördergelder, seien laut Auskunft der Verwaltung nicht verausgabt worden“, so Segbers. Diese Gelder sind eigentlich für die Förderung von Jugendfreizeiten und Jugendbildungsmaßnahmen gedacht, um die Teilnehmerbeiträge für junge Menschen erschwinglich zu halten. Auch Jugendverbände und Jugendgruppen erhalten aus diesem Etat ihre Förderung für Gruppenstunden und den Unterhalt ihrer Räume.

„Wir verstehen nicht, warum uns zum Beispiel wenn wir eine höhere Förderung von Bildungsmaßnahmen fordern, immer wieder vermittelt wird, es sei kein Geld dafür da. Und gleichzeitig erfahren wir jetzt, dass so ein großer Betrag übrig geblieben ist, der nicht ins Jahr 2019 übertragen wird“, ärgert sich Leon Schwarze, Mitglied des Jugendhilfeausschusses und stellvertretender Vorsitzender des Jugendrings. Daher fordert der Jugendring, die Tagessätze, also die Fördersummen pro Tag und Teilnehmenden, für Bildungsmaßnahmen und internationale Jugendbegegnungen zu erhöhen. Zudem sollen Renovierungen und Ausstattung von Jugendräumen besser gefördert werden. „Es kann nicht sein, dass in Bonn Gelder für Kinder und Jugendliche ungenutzt liegen bleiben.“, so Segbers abschließend, „Durch eine Erhöhung der Fördersätze könnte das Geld auch ohne personellen Mehraufwand vielen Bonner Kindern zugutekommen.“

Kategorien: Allgemein

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